Donnerstag, 27. November 2008

Julia Sasse meint ...

ein sehr guter Kommentar im Abendblatt von Frau Sasse, den ich hier gern in voller Länge wiedergeben möchte (mit freundlicher Erlaubnis):

Deutlich scheint mir zu sein, dass die Tatsache, ob man Pisa-"Gewinner" oder -"Verlierer" ist, nichts mit der Organisationsform des Schulsystems zu tun hat, wohl aber mit anderen Faktoren wie kleinen Klassen, Unterrichtsqualität und -menge, Förderung leistungsschwacher Schüler (unter Umständen auch in Feriencamps), einer positiven gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung von Leistung, Motivation der Lehrer, Durchlässigkeit des Systems nach oben und unten usw...
Eine ideologisierte Diskussion über Strukturen ist nicht zielführend - eine Diskussion über Messbarkeit von Unterrichtsqualität und Fördermaßnahmen aber durchaus geboten. Tatsache ist jedenfalls auch, dass keiner der PISA-Gewinner durch überstürzte und undurchdachte Strukturreformen auffällt.
Mein zehnjähriger Sohn ist seit den Sommerferien (endlich) glücklicher Gymnasiast und muss sich nicht mehr langweilen. Natürlich muss eine Stadt wie Hamburg auch Schulen für solche lernstarken Kinder bereit halten, die bisweilen ein beachtliches Tempo an den Tag legen. Diese Kinder nicht leistungsgerecht zu fördern wäre gesellschaftlicher Wahnsinn und kollektives Ersticken von Motivation und Möglichkeiten.
Was ich allerdings für das Bedenklichste an der geplanten Reform halte, ist die Abschaffung des Wahlrechts der Eltern und das damit verbundene Beschneiden der Freiheit zugunsten einer ideologischen Gleichschaltung des Schulsystems - und das, obwohl wir alle wissen, dass nicht alle gleich sind und folglich auch nicht gleich lernen
.

Mittwoch, 26. November 2008

2. RSK ist gestartet

Die 2. RSK hat nun begonnen. Lassen Sie uns bitte Ihre Berichte zukommen.
Sobald unsere RSK18 gelaufen ist, werden hier unsere Einschätzungen veröffentlicht.