Donnerstag, 4. Dezember 2008

2. Konferenz der RSK 18

Kurzes Resümee am Abend:
Konsens über alle Standorte! sehr brave Veranstaltung.
Aber die Inhalte. Wo sind die? 
Was ist mit Weiterbildungskonzepten? Wie funktioniert Binnendifferenzierung mit 25 Schülern pro Klasse? Was passiert mit der 2. Fremdsprache ab Klasse 5 in der Primarschule? Wo bleibt die Qualitätsoffensive?
Fragen, Fragen, Fragen. Wir sind schon gespannt auf die Beantwortung unseres Fragenkataloges seitens der Behörde.
Ein detailliertes Protokoll unserer Konferenz folgt in Kürze ... 

7 Kommentare:

  1. Ich freue mich dass ein wichtiger Punkt der Standorte im Konsens abgehandelt wurde. Die anderen Fragen werden hoffentlich auch bald zufriedenstellend beantwortet werden, so dass wir positiv, aber weiterhin kritisch vorwärts schauen können.

    Angesichts der äußerst emotionale Ebene auf der zum Teil die Diskussionen innerhalb der RSK-18 Eltern ablaufen, ist eine "sehr brave" Veranstaltung vielleicht auch als Erfolg zu verbuchen.

    Weiter so!

    R. Koch

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  2. brav war hier eher im Sinne von Konfliktscheu gemeint, die sich bei moderierten Veranstaltungen nun einmal schnell breit macht.
    Es sind aber nach wie vor so viele Fragen offen, das zu Optimismus - und sei er noch so zurückhaltend - überhaupt keine Veranlassung gegeben ist.

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  3. Es gibt einen schönen deutschen Spruch:

    "Die wahren Optimisten sind nicht überzeugt, daß alles gutgehen wird. Aber sie sind überzeugt, daß nicht alles schiefgehen wird."

    In diesem Sinne, lass uns einfach den Reformprozess zwar kritisch, aber auch produktiv begleiten.

    R. Koch

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  4. Der Irrtum ist recht gut, solange wir jung sind, man muss ihn nur nicht mit ins Alter schleppen.
    Johann Wolfgang von Goethe

    Es geht um unsere Kinder, und da ist mir Optimismus ein wenig zu wenig. Ich brauche Fakten.
    Es ist durch nichts bewiesen, das diese Reform ihre Versprechen einlösen wird.
    Das wird man erst hinterher wissen.
    Unsere Kinder werden dabei die Versuchskaninchen sein. Es wundert mich allerdings, das da einige Eltern so gar nicht beunruhigt sind.

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  5. Ja. Goethe kann man tatsächlich so interpretieren: Man muss den jetzigen Schulform nicht bis in aller Ewigkeit weiterführen.

    Sicherlich gab es bei dessen Einführung auch gleichartige Proteste und Bedenken und Worte wie "Versuchskaninchen".

    Manche Eltern sind eher beunruhigt dass dieser Schulreform mit seine Unzulänglichkeiten weiter geführt werden soll.

    R. Koch

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  6. deswegen sollen ja diese Unzulänglichkeiten abgestellt werden. Wir brauchen mehr Qualität, mehr Lehrer, mehr Budget, kleinere Klassen.
    Wir brauchen nicht diese Reform zu diesem Zeitpunkt (Legislaturperiode).
    Stattdessen gibt es Befürworter einer Reform, die aus einem Kompromissgeschacher zweier Koalitionsparteien hervorgegangen ist, anstelle als Ergebnis einer wissenschaftlich fundierten Arbeit und die auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen wird.
    Es wird beschwichtigt (die starken Schüler haben keine Nachteile), vertröstet (wir werden ihre Fragen zu gegebener Zeit beantworten) und immer wieder behauptet, die Reform verbessert die Schulsituation.
    Nun mal Butter bei die Fische.

    Es gibt nach wie vor keinen Nachweis, das diese Reform erfolgreich eingeführt werden wird. Wo ist der Schulversuch - der normalerweise bei kleinsten Veränderungen durchgeführt werden muß -, wo sind die Erfahrungsberichte, die Expertisen?
    Es gibt keine, weil hier etwas Neues, Unerprobtes eingeführt werden soll.
    Und auf dieser Grundlage sollen wir unsere Kinder in die Schule schicken. Ich halte das für unverantwortlich.

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  7. Finde ich auch:

    "Butter bei die Fische" ist ein guter Rezept.

    Aber wir sollten schon ein bißchen Zeit lassen, damit sie einen vernünftigen Serviervorschlag machen können. Die Leute die es essen müssen haben mittlerweile viele Fragen und Wünsche zum Gericht geäussert, die Köche können zudem aus alten und neuen Rezepten mit Hilfe von Fachleuten schon was Gutes kreieren.

    Die Primarschule gibt es ja nicht seit gestern, sowohl in Hamburg, Deutschland oder bei europäischen Nachbarn. Und da wird es wohl Erfahrungsberichte und Expertisen geben. Das ist nichts neues, unerprobtes.

    Wenn wir bis Mai zum 4. RSK meinen, dass uns das servierte Gericht überhaupt nicht schmeckt oder mehr Garzeit braucht, dann können wir uns ja immer noch weigern die Suppe auszulöffeln.

    In diesem Sinne, lass uns mit kritische Fragen und praxisnahe Vorschläge am Ball bleiben und nicht in eine grundsätzliche Verweigerungshaltung verfallen.

    R. Koch

    PS: Mit wem tausche ich mich auf diesen einsamen Blog überhaupt aus, Herr/Frau "administrant"? Ausser mit ein paar amüsante, anonyme Beiträge zum Thema "Sasse" wird dieser Blog ja nicht besonders genutzt, obwohl die untere Umfrage eine äußerst zweifelhafte Dynamik besitzt.

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